Beschäftigte erhöhen Druck auf Arbeitgeber Warnstreiks fortgesetzt

Die Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie sind am Donnerstag in der Region Heidelberg fortgesetzt worden. Beschäftigte aus mehreren Betrieben im Rhein-Neckar-Kreis wurden zu einer Kundgebung und Frühschluss-Aktionen aufgerufen.

Warnstreik

5. November 2026 5. November 2026


Im Rahmen einer gemeinsamen Kundgebung setzten ca. 250 Beschäftigte der Betriebe Leica Biosystems Nussloch, KS Gleitlager, SKF Lubrication Systems, John Deere Walldorf und Bosch Sicherheitssysteme ein Zeichen für ihre Forderungen nach mehr Entgelt und mehr Sicherheit für die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie. Darüber hinaus sind Beschäftigte weiterer Schichten zu Frühschluss-Aktionen im Laufe des Tages aufgerufen.

 

Hintergrund der Warnstreiks ist das aus Sicht der IG Metall weiterhin unzureichende Angebot der Arbeitgeber in der laufenden Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie. Die Arbeitgeber bieten bislang lediglich eine geringe Einmalzahlung, eine Entgelterhöhung von 1,3 Prozent erst ab Mitte 2028 sowie eine Laufzeit von 26 Monaten an.

 

Heiko Maßfeller, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Heidelberg, erklärt:

„Die Beschäftigten machen deutlich, dass sie dieses Angebot nicht akzeptieren. Wer die Menschen fast zwei Jahre auf eine tabellenwirksame Erhöhung vertrösten will, darf sich über wachsenden Protest nicht wundern. Die Kolleginnen und Kollegen erwarten einen Abschluss, der ihre Leistung anerkennt und ihnen Sicherheit für die Zukunft gibt.“

Die IG Metall fordert für die rund 900.000 Beschäftigten der baden-württembergischen Metall- und Elektroindustrie eine Erhöhung der Entgelte um fünf Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Zudem verlangt sie verbindliche Zusagen zur Beschäftigungssicherung und zu Investitionen an den Standorten.

 

Maßfeller betont:

„Die Beschäftigten in der Region zeigen, dass sie hinter der Forderung der IG Metall stehen. Die Arbeitgeber haben es jetzt in der Hand, Bewegung in die Verhandlungen zu bringen. Solange kein tragfähiges Angebot vorliegt, werden die Kolleginnen und Kollegen ihren Unmut sichtbar machen.“